Bis 2030 wird Generation Z 30% aller Arbeitskräfte stellen – und sie bringt komplett andere Erwartungen an Führung mit. Unternehmen, die das ignorieren, werden im War for Talents verlieren. Was muss sich ändern?
Die neue Definition von Führung
Gen Z sieht Führungskräfte nicht als Autoritätsfiguren, sondern als Mentoren und Coaches. Hierarchie-basierte Macht wird durch Kompetenz und Authentizität ersetzt. Der klassische "Command & Control"-Stil funktioniert nicht mehr – und das ist gut so.
Was Gen Z von Führungskräften erwartet
- Transparenz: Offene Kommunikation über Entscheidungen, Gehälter und Unternehmensstrategien.
- Purpose & Impact: Arbeit muss Sinn ergeben – nicht nur Umsatz, sondern auch gesellschaftlichen Wert schaffen.
- Flexibilität: Remote Work, flexible Arbeitszeiten und Vertrauen statt Präsenzpflicht.
- Kontinuierliches Feedback: Jährliche Reviews sind veraltet – Gen Z will wöchentliches, konstruktives Feedback.
- Psychologische Sicherheit: Fehler dürfen gemacht werden, mentale Gesundheit wird ernst genommen.
- Diversity & Inclusion: Keine Lippenbekenntnisse, sondern gelebte Vielfalt in allen Ebenen.
- Technologie-Affinität: Moderne Tools, KI-Integration und digitale Workflows sind Standard.
"Gen Z arbeitet nicht für ein Unternehmen – sie arbeitet mit einem Unternehmen, das ihre Werte teilt.
— Deloitte Millennial Survey 2025
Der Clash: Alte vs. Neue Führungskultur
Viele etablierte Führungskräfte kämpfen mit den neuen Erwartungen. Ein typisches Spannungsfeld:
Traditionell: "Sei froh, dass du einen Job hast"
Gen Z: "Seid froh, dass ich für euch arbeite"
Traditionell: Loyalität = lange Betriebszugehörigkeit
Gen Z: Loyalität = solange Werte und Entwicklung passen
Traditionell: Work-Life-Balance ist nice-to-have
Gen Z: Life-Work-Integration ist non-negotiable
Reverse Mentoring: Von Gen Z lernen
Immer mehr Unternehmen setzen auf Reverse Mentoring: Jüngere Mitarbeiter coachen ältere Führungskräfte in Themen wie Social Media, neue Technologien und moderne Arbeitsweisen. Das bricht nicht nur Hierarchien auf, sondern schafft gegenseitiges Verständnis.
Die 5 größten Fehler mit Gen Z
- Mikromanagement: Gen Z will Autonomie und Eigenverantwortung.
- "Ist halt so"-Mentalität: Alles muss begründet werden können.
- Fehlende Entwicklungsperspektiven: Stagnation führt zu sofortiger Jobsuche.
- Ungleichbehandlung: Bevorzugung von Präsenz-Mitarbeitern gegenüber Remote-Workern.
- Ignorieren von Feedback: Wenn ihre Stimme nicht zählt, sind sie schnell weg.
Best Practices: So gelingt moderne Führung
Unternehmen wie Microsoft, Spotify und SAP zeigen, wie es geht:
- Flache Hierarchien mit selbstorganisierten Teams
- OKRs statt klassischer Zielvorgaben – Transparenz über alle Ebenen
- Mental Health Days und kostenlose Therapie-Angebote
- 4-Tage-Woche oder unlimited vacation policies
- Offene Gehaltsbänder und transparente Beförderungskriterien
- Regelmäßige anonyme Feedback-Tools (wie execurater.de)
- Sabbaticals und Job-Rotation-Programme
Die Zukunft ist jetzt
Gen Z revolutioniert nicht nur, wie wir arbeiten, sondern auch, wofür wir arbeiten. Unternehmen, die jetzt umdenken und moderne Führungskultur etablieren, sichern sich die besten Talente. Jene, die an alten Strukturen festhalten, werden im Kampf um qualifizierte Mitarbeiter das Nachsehen haben.